Der Integritätsbeauftragte des Bundesministeriums für ein lebenswertes Österreich

In Allgemein, Compliance

Zu Besuch beim Integritätsbeauftragten des Bundesministeriums für ein lebenswertes Österreich – Gerhard Sieber stellt sich und das Ressort vor

Am 10. März besuchte das IBN-Projektteam den Integritätsbeauftragten des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (BMLFUW), Mag. Gerhard Sieber, an seinem Arbeitsplatz und informierte sich dabei über das Ministerium und die in die Wege geleiteten Korruptionspräventionsmaßnahmen.

Seit dem Jahr 2016 ist der Jurist Gerhard Sieber, neben seiner Funktion als Leiter der Personalabteilung, als Integritätsbeauftragter auch der zentrale Ansprechpartner im Ministerium für alle Maßnahmen und Fragen zur Integritätsförderung, Korruptionsprävention und Compliance.

Im letzten Jahr wurde im Ministerium für ein lebenswertes Österreich punkto Korruptionsprävention einiges auf den Weg gebracht. In der neuen Geschäftseinteilung wurden beispielsweise Siebers Agenden als Integritätsbeauftragter direkt dem Bundesminister unterstellt, was Sieber als klares Bekenntnis der Ressortspitze für die Relevanz des Themas verstehen möchte. Auch online werden im BMLFUW neue Wege der Informationsvermittlung beschritten: „Aktuell richten wir in unserem Intranet einen eigenen Bereich ein, wo Ressortangehörige kompakt dargestellte Informationen zu den Themen Compliance und Integritätsförderung finden können“. Als weitere gerade in Umsetzung befindliche korruptionspräventive Maßnahmen nennt Sieber eine Schulungsoffensive für Führungskräfte des Ressorts, die Erarbeitung eines ressorteigenen Verhaltenskodexes und die systematische Implementierung eines Risikomanagement-Systems.

Aufgrund der unterschiedlichen Aufgabenbereiche des Ministeriums für ein lebenswertes Österreich ist das Ressort mit seinen rund 2500 Bediensteten eher dezentral, mit 26 nachgeordneten Dienststellen und Bundesanstalten neben der Zentralstelle organisiert. „So ist das Lebensministerium beispielsweise mit seinen Höheren Bundeslehranstalten (HBLA) im Agrar- und Forstbereich auch als Schulbetreiber aktiv“, ergänzte Sieber dazu die vielfältigen Zuständigkeiten des Ressorts. Die dadurch bedingte große Anzahl von unterschiedlichen Dienst- und Beschäftigungsverhältnissen der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Ministeriums wurde vom Integritätsbeauftragten in Bezug auf Compliance und Integritätsförderung als fordernd beschrieben. Als besondere Verantwortung benennt Sieber in diesem Zusammenhang auch die Budgetverwaltung und den Förderungsvollzug in seinem Ressort.

Gerhard Sieber absolvierte den ersten vom Bundesamt zur Korruptionsprävention und Korruptionsbekämpfung (BAK) im Rahmen des Integritätsbeauftragten-Netzwerks (IBN) organisierten Grundausbildungslehrgang und ist regelmäßiger Teilnehmer der weiteren organisierten Netzwerkaktivitäten. Sieber schätzt am Netzwerk besonders den kollegialen Erfahrungs- und Informationsaustausch, ergänzt mit der Expertise des BAK in diesem Bereich, so dass ein laufender Austausch von Best-Practices aus den Bereichen Compliance und Integritätsförderung in der öffentlichen Verwaltung sichergestellt wird. „Es bringt nichts, wenn jedes Ministerium selber eine Lösung für ein Problem sucht, wenn es schon so viel gibt, worauf man aufbauen kann“, so der Integritätsbeauftragte Sieber weiter dazu.

Das IBN-Projektteam des BAK bedankt sich bei Gerhard Sieber für den aufschlussreichen Besuch in sehr angenehmer Atmosphäre und wünscht ihm weiterhin viel Erfolg bei seinem Engagement für noch mehr Integrität in Österreich.

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